35. Todestag von Pius Walder - Buchpräsentation

Pius Walder - Foto - Privatarchiv Walder
Pius Walder - Foto - Privatarchiv Walder

Vorwort

       Sie füllte Zeitungen, Illustrierte, war eine Zeit lang Diskussionsstoff in verschiedenen Fernsehstudios, die sogenannte „Wilderer-Saga“ um die „Schaller Brüder“, in deren Mittelpunkt der gewaltsame Tod von Pius Walder am 8. Sept. 1982 stand. Ein Skandalurteil zum Todesschützen nach nur einem Verhandlungstag, erhitzte damals nicht nur die Gemüter in der Öffentlichkeit, sondern traf die Familie Walder und hier besonders Bruder Hermann mitten ins Herz. Er wollte Gerechtigkeit, stieß aber bei der Obrigkeit auf taube Ohren und wurde in seinen Bemühungen, die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen, von den Behörden an den Rand seiner Existenz gebracht.

           Walter Widemair, erfolgreicher Musiker und Komponist, nahm sich dieses Familienschicksals an, recherchierte fast 5 Jahre in Gerichtsakten, Protokollen, am Tatort und vielen anderen Stellen und kam zu dem Schluss, dass das Verbrechen an Pius Walder bis heute ungeklärt ist.

        Um die Öffentlichkeit über die tatsächlichen Geschehnisse zu informieren, schrieb er die zwei Bücher „RebellenBlut“ und „Lieber sterbe ich…“ in denen er nicht nur über die tatsächlichen Hergänge zum gewaltsamen Tod des Pius schreibt, sondern mit vielen Unwahrheiten über die Walder-Brüder aufräumt und auch das Familienschicksal und den Kampf von Hermann Walder um Sühne und Gerechtigkeit in einer Art und Weise beschreibt, dass man von diesen Büchern, einmal angefangen, einfach nicht mehr wegkommt.

        Vielleicht ist es dem Familienoberhaupt Hermann Walder, diesem unbeugsamen Kämpfer für Gerechtigkeit, eine kleine Genugtuung, dass die Öffentlichkeit durch diese zwei fesselnden Bücher über die tatsächlichen Begebenheiten dieses Verbrechens endlich einmal genauer informiert wird und wie so mancherorts mit der sogenannten „Gerechtigkeit“ umgegangen wird.

Gedenkgottesdienst

 

       Zum 35. Todestag von Pius Walder wurde in der Wallfahrtskirche Maria Schnee in Kalkstein unter großer Beteiligung von Kirchenbesuchern aus Südtirol, Deutschland und Österreich eine Gedenkmesse gefeiert. Zelebriert wurde sie von Pfarrer Josef Mair, musikalisch umrahmt mit Harfe und Gitarre von Edith und Werner, gestaltete sich dieser Gottesdienst sehr, sehr feierlich, wobei Pfarrer Josef Mair in seiner Predigt anhand von Versöhnungsbeispielen (nach Kriegen usw.)an die Kirchenbesucher, indirekt wahrscheinlich auch an Hermann Walder appellierte, zu versuchen, es ebenso zu halten.....

 

Gedenkgottesdienst in der Wallfahrtskirche Maria Schnee/Kalkstein - Foto J. Hopfgartner
Gedenkgottesdienst in der Wallfahrtskirche Maria Schnee/Kalkstein - Foto J. Hopfgartner

 

.....nach dem Gottesdienst versammelte sich die Gemeinschaft vor dem Grab von Pius Walder, an dem der Autor Walter Widemair eine berührende Rede hielt, wie auch Univ. Prof. Dr. Roland Girtler – berühmter Soziologe und Kulturanthropologe an der Uni Wien, Leiter des Museums „Wilderer im Alpenraum – Rebellen der Berge“ in St. Pankraz bei Hinterstoder (OÖ) – dem es nach seinen Worten eine Ehre war, am Grab von Pius zu sprechen.....

 

das prächtige Grab von Pius Walder
das prächtige Grab von Pius Walder
die Anteilnahme an den Gedenkfeierlichkeiten war sehr groß
die Anteilnahme an den Gedenkfeierlichkeiten war sehr groß

 

.....ein würdiger Abschluss war das Pius Walder-Lied, das von zwei Töchtern von Hermann Walder gesungen wurde

 

sehr emotionaler Abschluss mit dem Pius Walder-Lied
sehr emotionaler Abschluss mit dem Pius Walder-Lied

Buchpräsentation

 

     Im Anschluss an die Gedenkmesse in Kalkstein übersiedelte man in den Kultursaal der Gemeinde Sillian, wo die Buchpräsentation incl. CD- und Videopräsentation stattfand.

 Autor und Organisator Walter Widemair konnte dort nicht nur die Besucher, die den  Kultursaal bis zum letzten Platz ausfüllten, begrüßen, sondern auch zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft, Medienvertreter (ORF)sowie Vertreter der Presse.....

 

schon fast voll besetzt war der Kultursaal knapp vor der Präsentation
schon fast voll besetzt war der Kultursaal knapp vor der Präsentation

 

.....besonders begrüßen und vorstellen konnte er nochmals Univ. Prof. Dr. Roland Girtler, den Chef des Kral-Verlages, der die beiden Bücher herausgibt, Ing. Robert Ivancich, den Regisseur des Videos, Gerhard Fresacher, (Kameramann David Hofer war leider verhindert) sowie die Hauptdarsteller - Schauspieler, Sänger u. Musicalstar Michael Thomas als Hermann Walder, Aron Walder u. Julian Niederkofler als jugendliche Pius u. Hermann.....

 

Autor Walter Widemair mit Schauspieler u. Sänger Michael Thomas
Autor Walter Widemair mit Schauspieler u. Sänger Michael Thomas

 

.....sein besonderer Gruß galt natürlich der Familie Walder, wobei Hermann Walder, von Walter Widemair auf die Bühne geholt, vom Publikum mit einem Riesenapplaus bedacht wurde. Hermann revanchierte sich mit zwei sensationell vorgetragenen Stückl’n auf seinem „Fotzhob’l“, sprich Mundharmonika.

 

das war eine herzliche Begrüßung durch die beiden schon lange zu Freunden gewordenen Hauptdarsteller
das war eine herzliche Begrüßung durch die beiden schon lange zu Freunden gewordenen Hauptdarsteller
Hermann Walder und sein Schatten auf der Leinwand
Hermann Walder und sein Schatten auf der Leinwand

 

.....weiters bedankte er sich auch bei seinen Sängern, Technikern und Studiomitarbeitern, die eine CD mit dem Titel „Rock me, Pius“ erstellten, die eine Kreation darstellt, die auf die Ereignisse dieses Verbrechens und das Schicksal der Familie Walder hinweist. Neben dem großartigen Sänger u. Schauspieler Michael Thomas wirkte an dieser CD auch unser „Göthe“ Parlak mit, der mit seiner Tiefbass-Stimme dem Titelsong seinen Stempel aufdrückte.....

 

von re.: Tontechniker und Aufnahmestudio-Chef Sepp Safrin - Tiefbass-Stimme auf CD "Göthe" Parlak
von re.: Tontechniker und Aufnahmestudio-Chef Sepp Safrin - Tiefbass-Stimme auf CD "Göthe" Parlak

 

.....die Buchpräsentation wurde gemeinsam von Autor Walter Widemair und den mit einer markanten Stimme ausgestatteten Schauspieler Michael Thomas gestaltet, wobei jeweils  Ausschnitte aus beiden Büchern kurzweilig, aber sehr emotional, vorgetragen wurden.....

 

W. Widemair und M. Thomas lasen sehr emotional aus den beiden Büchern
W. Widemair und M. Thomas lasen sehr emotional aus den beiden Büchern

 

.....berührend der Abschluss der Präsentation, als Michael Thomas inmitten des Saalpublikums dem Ehepaar Walder, das auf der Bühne Platz genommen hat, das emotionale Lied „Dir aber danke ich“ und als Draufgabe auf der Bühne noch den bekannten Song „My way“ in einer Art und Weise vortrug, dass so mancher Besucher feuchte Augen bekam.....

 

das Ehepaar Walder lauscht fast andächtig der Stimme von Michael Thomas, der gerade das Lied "Dir aber danke ich" (Textausschnitt im Hintergrund) singt
das Ehepaar Walder lauscht fast andächtig der Stimme von Michael Thomas, der gerade das Lied "Dir aber danke ich" (Textausschnitt im Hintergrund) singt
von li: Verleger Ing.Ivancich - Univ.Prof. Girtler -  H. Walder -  Autor W. Widemair - Sänger M. Thomas
von li: Verleger Ing.Ivancich - Univ.Prof. Girtler - H. Walder - Autor W. Widemair - Sänger M. Thomas
Fam. Walder mit Enkerln u. Julian Obermoser (2. v. li)
Fam. Walder mit Enkerln u. Julian Obermoser (2. v. li)

 

.....im Anschluss an diese wundervolle und bestens organisierte Veranstaltung konnte man die beiden Bücher sowie die CD, an Ort und Stelle von Walter Widemair und Hermann Walder signiert, erwerben.

 

Walter Wiedemair u. Herman Walder beim Signieren der Bücher
Walter Wiedemair u. Herman Walder beim Signieren der Bücher

Nachwort

Wir wünschen der Familie Walder, dass diese zwei Bücher, die wiedergeben, wie sich diese tragischen Geschehnisse tatsächlich zugetragen haben, viel Kraft für die weitere Zukunft und dass sie dazu beitragen, dass vor allem Hermann ein bisschen Seelenfrieden findet, wenn nicht jetzt, dann dort unter der Buche 202, einem Flecken Erde in Wiesbaden (BRD), den er sich als Urnengrab nach seinem Ableben bereits zu Lebzeiten erworben hat.

Fotos u. Bericht - "Der Beobachter"