Ausflug zur Burg Hochosterwitz - 2017

 

    Wer kennt sie nicht, die Burg Hochosterwitz, die hervorragend erhaltene Festungsanlage im Gemeindegebiet von St. Georgen am Längsee östlich von St. Veit. Sie war diesmal das Ausflugsziel von Lisbeth und meiner Wenigkeit, hatten wir diese Burg doch in unserer Schulzeit 1962 bzw.1957 zum letzten Mal besucht.....

 

 

.....der Beginn dieses sogenannten „Kulturausfluges“ war für mich vorerst nicht unbedingt erfreulich, da ich bei der Kassa erfahren musste, dass der neugeschaffene Lift auf die Festung in Reparatur ist. Beim Blick die senkrechten Felswände hinauf (gut 175 Hm höher befindet sich das Ziel) ) war mir zwar nicht sehr wohl, wenn ich an den mitunter sehr steilen Fußweg dachte, aber es ging bedeutend besser als ich befürchtete.....

 

leider wurde der Lift gerade repariert
leider wurde der Lift gerade repariert

 

.....bereits wenige Meter nach dem Burgweganfang durchschreiten wir das Fähnrichtor, das erste von 14 Toren. Es wurde 1575 gebaut und zeigt zwei fahnenschwingende Landsknechte aus dem 16. Jht. Knapp dahinter das Wächtertor aus dem Jahre 1577.....

 

vorne:  das Fähnrichtor -  dahinter das Wächtertor
vorne: das Fähnrichtor - dahinter das Wächtertor

 

.....weiter geht es über das Nautor, Engeltor, Löwentor, Manntor bis zur 7. Wegsperre, nämlich zum Khevenhüllertor, das prächtigste von allen Toren. Es besitzt 3 Geschoße und oberhalb des mit einem Löwenkopf und dem Khevenhüllerwappen aus dem Jahre 1580 verzierten Schlusssteines, befindet sich in einer Nische das marmorne Hochrelief des Burgerbauers Georg des II. von Khevenhüller.....

 

das Khevenhüllertor
das Khevenhüllertor

 

.....schon etwas schnaufend, jedoch frohen Mutes, durchschreiten wir die nächsten Wegsperren – das Landschaftstor, Reisertor, Waffentor, Maurertor, Brückentor, ehe wir zum Kirchentor gelangen, wo ein Weg zur Burgkirche abzweigt. Dort befindet sich auch die Gruft der fürstlichen Familie Khevenhüller.....

 

das Landschaftstor mit Burgkirche
das Landschaftstor mit Burgkirche
der Burgkern  vom Burgweg aus gesehen
der Burgkern vom Burgweg aus gesehen

 

.....das Kulmertor, 1576 errichtet, benannt nach den Kulmern, die die Burg lange Zeit gepflegt hatten, ist das letzte Tor, das ganz besonders gesichert ist. Eine Waagbalkenbrücke mit Gusslöchern, einem Fallbaum und einem Fallgatter überspannt hier einen tiefen Graben und im Inneren wendet sich der Burgweg um 90° nach links, direkt vor die Burg.

    Vom, für mich doch etwas beschwerlichen Aufstieg ermüdet, nehmen wir nicht den steilen, mit Steinplatten versehenen Aufstieg zum Burghof hinauf, sondern umrunden die Burg und gelangen dadurch knapp unter den Burghof, den wir in wenigen Schritten erreichen.....

 

ein mittelalterliches Geschütz im Kulmertor
ein mittelalterliches Geschütz im Kulmertor
kein Wunder, dass die Margarete Maultasch verzweifelte, hatten die Ritter schon damals Nachtsichtgeräte unter ihrem Helm
kein Wunder, dass die Margarete Maultasch verzweifelte, hatten die Ritter schon damals Nachtsichtgeräte unter ihrem Helm

 

.....nach einer kurzen Rast besichtigen wir das hochinteressante Burgmuseum, in dem Rüstungen, Waffen, usw. aus jener Zeit sowie Dokumente und Gemälde zur Geschichte der Familie Khevenhüller ausgestellt sind.....

 

die verschiedensten Ritterrüstungen vor den Ahnenbildern der Khevenhüller
die verschiedensten Ritterrüstungen vor den Ahnenbildern der Khevenhüller

 

.....die Burg war bis Mitte des 12. Jht. im Besitz des Bistums Salzburg, dann bis 1478 in den Händen der Schenken von Osterwitz. 1541 wurde die Burg an Georg von Khevenhüller verpfändet, von diesem 1571 gekauft und bis 1583 zu ihrem heutigen Zustand ausgebaut. Seither ist die Burg ununterbrochen im Besitz der Fam. Khevenhüller.....

 

der kniende Ritter erbittet sich Schutz von Jesus
der kniende Ritter erbittet sich Schutz von Jesus

 

.....ein Restauratbetrieb im Bereich des Burghofes bietet den Besuchern zahlreiche kulinarische Köstlichkeiten zu normalen Preisen, wobei wir unser wohlverdientes Mittagessen auch dort genossen. Nach einem Blick in die leider versperrte Burgkapelle und einem herrlichen Rundblick von einer Aussichtsterrasse oberhalb des Burghofes, machten wir uns nach ca. 2 Stunden wieder auf den Weg hinunter zum Ausgangspunkt. Mit dem Gefühl, das war heute wieder ein gelungener Ausflug, traten wir, zwar leicht geschlaucht vom Auf- und Abstieg, die doch etwas lange Heimreise an.

                                                                                                               „Der Beobachter“  

 

Blick in die kleine, mit großartigen Fresken versehene Burgkapelle
Blick in die kleine, mit großartigen Fresken versehene Burgkapelle
Restaurantbetrieb als Teil des großen, gemütlichen Burginnenhofes
Restaurantbetrieb als Teil des großen, gemütlichen Burginnenhofes

Fotos - "Der Beobachter"