Fichten-Blütenstaubwolken - April/Mai 2018

Fichtenzapfen, Zapfenschuppe und Samen

Die Zapfen sind die Samenanlagen der Bäume. Sie entwickeln sich aus den weiblichen Blüten. In den Zapfen wachsen und reifen die Baumsamen.

Die Fichte ist wie fast alle Koniferen einhäusig. Das bedeutet, auf einem Baum sind männliche und weibliche Blüten gleichzeitig zu finden. Die männlichen Blüten produzieren Pollenkörner, mit denen die weiblichen Blüten bestäubt werden. Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch den Wind. Die Pollenkörner sind sehr klein und leicht, daher werden sie als „Blütenstaub“ bezeichnet. Manchmal erzeugen die Fichten so viel Blütenstaub, dass er im April und Mai wie Staubwolken durch die Luft geweht wird und den Waldboden und die ganze Umgebung mit einer gelben Schicht aus Blütenstaub bedecken ("Schwefelregen"). 

Gasthof Ranner
Gasthof Ranner

Ein typisches Erkennungsmerkmal der Fichte: Ihre Zapfen hängen herab. Sie bestehen aus einer Zapfenspindel,  um die herum spiralig die Zapfenschuppen sitzen. Zwischen den Zapfenschuppen entwickeln sich die Samen, sie sind im Oktober ausgereift. Die reifen Zapfen verfügen über einen raffinierten, durch die Luftfeuchtigkeit gesteuerten Mechanismus: Sie öffnen sich bei Trockenheit, also guten Flugbedingungen für die Samen, bei Regen und hoher Luftfeuchte hingegen schließen sie sich.

Die Samen sind geflügelt und sehr leicht. 1.000 Körner wiegen nur etwa acht Gramm. So kann der Wind die Samen leicht erfassen und weit verbreiten. Am Boden bleiben die Samen drei bis fünf Jahre keimfähig.

Vordermößlacher
Vordermößlacher